Geschlagene acht Jahre nach dem Pixel C (Test) versucht Google es nach dem offiziellen Aus 2019 der Gerätekategorie erneut mit den Tablets.
Das Pixel Tablet soll dabei mehr sein als nur ein großes Display für den Medienkonsum und zum Surfen, denn mithilfe smarter Softwareanpassungen und eines Docks mit integrierten Lautsprechern kann es als Smartdisplay verwendet werden.
Wie Google schon im Oktober 2022 im Zuge der Ankündigung der Pixel-7-Smartphones und der Pixel Watch (Test) verriet, soll das Pixel Tablet bei Nichtbenutzung im Zuhause irgendwo herumliegen. Stattdessen habe man ein magnetisches Ladedock entwickelt, das das Tablet nicht nur an einem festen Ort auflädt, sondern zur Smarthome-Zentrale macht – quasi zu einem Nest Hub.
An Bord des Docks sind Lautsprecher, die den Sound für Video und Musik, aber auch Videocalls verbessern sollen. Während das Tablet am Dock hängt, ändert es auch die Nutzeroberfläche des Homescreens, die dann an Googles Smartdisplays wie Nest Hub erinnert.
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Was die Hardwareausstattung des Pixel Tablets angeht, verbaut Google ein elf Zoll in der Diagonale messendes LCD mit 2.560 mal 1.600 Pixeln. Es soll eine maximale Helligkeit von bis zu 500 Nits liefern und hat ein Seitenverhältnis von 16:10. Auch Support für die Stifteingabe für Styli nach USI-2.0-Standard ist an Bord.
Weiter steckt, wie schon im Oktober bestätigt, der Google-eigene Tensor-G2-Chip, der auch im Google Pixel 7, 7 Pro und 7a seine Dienste verrichtet. Der LPDDR5-Arbeitsspeicher misst acht Gigabyte, als UFS-3.1-Flashspeicher stehen je nach Variante 128 oder 256 Gigabyte zur Wahl.
Für Videocalls, Fotos und Selfies sind zwei Kameras mit jeweils acht Megapixeln und f/2.0-Blende verbaut. Damit ihr bei Calls im Bilde bleibt, unterstützt die Kamerasoftware einen Verfolgungsmodus.
Im Tablet stecken ferner vier Lautsprecher, drei Fernfeldmikrofone – unter anderem für die Sprachbedienung per Google Assistant –, Wi-Fi 6E, Bluetooth 5.2 und ein Ultrabreitbandchip. Der USB-Typ‑C-Port unterstützt USB 3.2 Gen 1, für die Verbindung mit dem Ladedock sind rückseitig Pogo-Pins integriert.
Was die Akkulaufzeit des 27-Wattstunden-Akkus angeht, spricht Google von einer Laufzeit von bis zu zwölf Stunden bei Videowiedergabe. Ein Fingerabdrucksensor zur biometrischen Entriegelung befindet sich wie beim Pixel Fold im Powerbutton.
Softwareseitig steckt im Pixel-Tablet Android 13, das diverse Optimierungen für große Bildschirme wie Tablets und Foldables an Bord hat. Unter anderem bietet es einen Splitscreen-Modus, in dem Inhalte per Drag & Drop von einer App in eine andere gezogen werden können.
Zudem bietet das Tablet verschiedene Modi im Dock-Modus: Hier können Nutzer:innen das Tablet etwa als Bilderrahmen für eigene Fotos nutzen. Ein Ambient-EQ passt dabei den Bildschirm an die Helligkeit im Raum an. Das Homepanel liefert die komplette Smarthome-Kontrolle. Es ist optisch an die neue Google-Home-App angelehnt, die im Zuge der I/O 2023 als fertige Version freigegeben wird. Bislang stand sie nur als Vorschauversion zum Testen bereit.
Weiter gibt es einen Freihandmodus zur Bedienung, bei dem der Google Assistant eine zentrale Rolle spielt. Überdies unterstützt das Pixel Tablet die Castfunktion, um Inhalte wie Videos vom Smartphone auf einen größeren Bildschirm zu übertragen.
Außerdem hat Google 50 Apps speziell für die Tablet-Oberfläche angekündigt. Unter anderem gibt es Disney Plus und Whatsapp. Der Messenger lässt sich im neuen Companion-Modus auf dem Pixel Tablet verwenden.
Softwareupdates verspricht Google bei seinem Tablet für insgesamt fünf Jahre. Allerdings handelt es sich dabei um die monatlichen Sicherheitspatches. Neue Android-Versionen liefert Google in der Regel drei Jahre lang.
Das 493 Gramm schwere Pixel Tablet wird in den Farben Hazel und Porcelain angeboten. Es besitzt einen Alurahmen, der mit einer „Nanokeramikbeschichtung“ versehen ist. Das günstigste Modell mit 128 Gigabyte Speicher, bei dem das Dock inbegriffen ist, kostet in Deutschland 679 Euro. Das Modell mit 256 Gigabyte schlägt mit 799 Euro zu Buche.
Google bietet zudem weiteres Zubehör an: Das Ladedock kann für 149 Euro separat gekauft werden, um das Tablet so in mehreren Räumen als Nest Hub verwenden zu können. Ferner gibt es ein Folio-Case mit Standfuß für 99 Euro.
Wann das Pixel Tablet in den Handel kommt, hat Google noch nicht konkret verraten, nur dass es im Laufe des Juni losgehen wird. Vorbestellbar ist es ab heute.
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